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Beim Aufbau der Lippen unterscheidet man zwischen Unter- und Oberlippe. Die Unterlippe ist jedoch meist stärker augeprägt. Die Lippen umschließen den Mund und verhindern das Eindringen von Fremdkörpern. Außerdem halten sie Speichel und Nahrung im Mund.
Die Einkerbung auf der Oberlippe wird nach dem römischen Gott der Liebe, Amorbogen genannt.
Im Gegensatz zur sonstigen Haut ist die auf den Lippen sehr dünn. Dies macht sie zusammen mit einer ausgesprochen hohen Konzentration von Nervenenden sehr empfindlich.

Die dünne Haut ist auch der Grund für die rote Färbung der Lippen, da das Blut durch sie hindurchschimmert. Bei dunkleren Hauttypen wird dieser Effekt durch dunkle Pigmente überlagert.
Da die Lippenhaut weder über Schweiß- noch Talgdrüsen verfügt, ist sie anfällig für Keime und neigt zur Austrocknung.
Der Muskel, der die etwa 15.000 täglichen Bewegungen der Lippen möglich macht, ist der Musculus orbicularis oris. Dabei handelt es sich um einen ringförmigen Schließmuskel rund um die Mundöffnung.
"Zwei schöne Lippen sind mehr wert als alle Beredsamkeit der Welt!"
Gustave Flaubert |